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Vermehrung lokaler Sorten

Die Streuobstinitiative finanziert die Vermehrung lokaler Apfel- und Birnensorten. Die Reiser zur Veredelung stammen von der AHNU aus Bad Schönborn, die in ihrem „Obstgengarten“ ein großes Sortiment lokaler Obstsorten pflegt. Die Initiative stellt eine begrenzte Anzahl von veredelten Jungbäumen bereit.

Folgende virusfreie Sorten werden in der Baumschule aufgezogen und stehen jährlich in begrenzter Auswahl bereit:

Apfel

  • Bolierapfel: Mittelgroßer und mittelfrüher Mostapfel aus dem Kraichgau. Haltbar bis Weihnachten. Bäume sehr robust und alt werdend.
  • Echter Winterstreifling: Mittelgroßer, später Wirtschaftsapfel. Bekannt seit dem 15. Jahrhundert. Genussreif von November bis April. Köstlicher Geschmack, liefert auch einen prima Obstwein.
  • Frankenbacher Feldschützapfel: Mittelgroßer Mostapfel. Robuste, widerstandsfähige Sorte mit kerngesundem Wuchs und langer Lagerfähigkeit.
  • Gochsheimer Stammapfel: Mittelgroßer und mittelfrüher Tafel- und Wirtschaftsapfel. Zur besseren Klärung des Mostes Mitkeltern von Birnen notwendig. Kein Lagerapfel.
  • Schöner von Berwangen: Zufallssämling aus dem Kraichgau („Maiers Apfel“). Reifezeit September. Genussreif von Dezember bis Sommer. Das Fleisch ist weiß, fest und saftig, mit wohlschmeckendem, weinsäuerlichem Geschmack und wenig druckempfindlich. Robust gegen Schorf und Mehltau. Für alle Verwertungsarten geeignet.
  • Karthäuser: Mittelgroßer, widerstandsfähiger Apfel. Alte Sorte aus aus Südwestdeutschland. Früher verbreitet im Elsenztal, Odenwald und unteren Haardtgebirge. Reif Ende Oktober, haltbar bis in den Mai. Weinsäuerlicher Geschmack. Gut für Küche und Obstwein.
  • Spielberger: Synomym Spielberger Wieslesapfel. Mittelgroßer Apfel. Entstanden im 19. Jahrhundert in Spielberg (Sachsenheim, Stromberg). Reifezeit Mitte Oktober. Haltbar bis März. Saftiges Fruchtfleisch mit erfrischendem Geschmack. Hervorragend zum Saften und Mosten geeignet.
  • Weißer Matapfel: Alte robuste Sorte aus Süddeutschland. Ernte Mitte Oktober, lagerfähig bis Mai. Geschmack fein säuerlich, würzig.
  • Wollenschläger: Synonym Roter Herbst-Taffet, Seidenrock. Alte Sorte aus Südwestdeutschland. Im 19. Jahrhundert im Kraichgau verbreitet. Benötigt gute Böden und Weinbauklima. Haltbar von Oktober bis Dezember. Eher Wirtschaftsapfel. Mildes, saftiges, leicht parfümiertes Fruchtfleisch

Birne

  • Michaelsbirne: Auch Pauls- oder Glockenbirne. Große, angenehm süße Winterbirne. Ab Dezember verzehrfähig, bis März haltbar.
  • Ochsenherzbirne: Früher im Kraichgau, Stromberg/Heuchelberg, an der Bergstraße und im Odenwald weit verbreitet, heute fast ausgestorben. Ernte Mitte Oktober. Lagerfähig bis in den Frühling. Vorzügliche Birne für die Ökonomie.
  • Weilersche Mostbirne: Kleine, späte und widerstandsfähige Birne aus dem Kraichgau.
  • Helmstadter Gottesackerbirne: Traditionelle Most-, Dörr- und Brennbirne des zentralen Kraichgaus. Haltbar von Oktober bis Dezember
  • Lederhosenbirne: Vorkommen in Rheinebene, Bergstraße, Kraichgau. Erstmals erwähnt 1888. Wurde von den Landleuten auf der Kutschfahrt zur Reifezeit (Oktober) in die (Leder-)Hose gesteckt um weicher zu werden. (-:

Neben den virusfreien Sorten werden bei der jährlichen Obstbaumausgabe die gängigen Hochstammsorten angeboten und ausgegeben.

Apfel: Bittenfelder, Bohnapfel, Boskoop rot und gelb, Brettacher, Gewürzluiken, Goldparmäne, Hauxapfel, Landsberger, Öhringer, Winterrambur, Zabergäu-Renette, Kaiser Wilhelm, Sonnenwirtsapfel, Rheinischer Krummstiel, Jakob Fischer etc.

Birne: Bayerische Weinbirne, Champagnerbratbirne, Schweizer Wasserbirne, Gelbmöstler, Gellerts Butterbirne, Gaishirtle, Pastorenbirne etc.

Kirsche: Große schwarze Knorpel, Hedlefinger, Schneiders Späte Knorpel

Zwetschge und Mirabelle: Bühler Frühzwetschge, Hauszwetschge, Mirabellen von Nancy

Wildobst: Speierling, Mispel, essbare Eberesche