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Häufige Fragen

Muss meine Obstwiese bestimmte Bedingungen erfüllen, um bei der Initiative mitmachen zu dürfen?

Ja. Ihre Wiese muss eine Obstwiese mit Hochstammobstbäumen sein, die Bäume müssen regelmäßig geschnitten und die Wiese gemäht werden. Außerdem darf kein chemischer Pflanzenschutz und keine Mineraldüngung erfolgen. Wer diese Mindestpflege zur Erhaltung der Streuobstwiese praktiziert, kann bereits bei der Streuobstinitiative mitmachen. Dazu wird ein Vertrag geschlossen und das Grundstück von der Initiative zu Biozertifizierung angemeldet.

Wie wird man Vertragsnehmer?

Sie geben bis spätestens 31. Januar des Jahres folgende Angaben bei der Geschäftsstelle ab: Ihren Namen mit Anschrift, Telefon, E-Mail etc., die Grundstücksdaten: Gemarkung, Gemeinde, Flurstücknummer, Gewann und Fläche. Innerhalb der ersten Jahreshälfte erfahren Sie dann, ob Ihr Grundstück biozertifizierbar ist und Sie bei uns Vertragsnehmer werden können. Die Kosten hierfür trägt die Initiative.

Wie wird mein Obst vergütet?

Für vertragsgemäß erzeugtes Obst wird ein weit überdurchschnittlicher Preis gezahlt. Für Äpfel jeweils der doppelte Marktpreis, höchstens jedoch 18 € je dz  und für Bioäpfel von zertifizierten Grundstücken zusätzlich zum doppelten Marktpreis ein Aufschlag von 2,- € je dz. Birnen werden mit einem Festpreis von 15,- € dz vergütet. Für Zwetschgen wurden 2014 40,- € dz bezahlt. Das Obstgeld wird nach der Saison innerhalb von 6 Wochen nach der letzten Obstannahme komplett ausbezahlt.

Gibt es bestimmte Liefer- und Abnahmezeiten?

Ja, zwischen Anfang September und Mitte/Ende Oktober wird an 5-6 festgelegten Terminen das Obst jeweils Samstag nachmittags in der Kelterei Zumbach und in den 2 Außenstellen  Neue Kelter in Malsch und Biohof Petrik in Pfinztal angenommen. Das Obst wird getrennt angenommen und als Lohnverarbeitung für die Initiative gepresst. Der Normalbetrieb in der Kelterei ist an diesen Nachmittagen geschlossen. Für die Zwetschgenannahme gibt es 2-3 Termine getrennt von der übrigen Obstannahme der Initiative.

Kann Obst bei mir auch abgeholt werden?

Diesen Service kann die Initiative leider nicht bieten. Gerne können wir jedoch versuchen, eine Transportmöglichkeit im Verbund mit einem anderen Vertragsnehmer von uns zu initiieren.

Darf ich meine Obstwiese düngen?

Eine Düngung darf nur bedarfsorientiert erfolgen. Dies sollte über eine Bodenprobe festgestellt werden. Zur Düngung sind nur Mittel nach Bioverordnung zulässig. Unproblematisch ist eigener Kompost z.B. aus Grasschnitt und Mist aus ökologischer Tierhaltung. Eine gezielte Beratung kann bei den Begehungen oder individuell erfolgen.

Wo kann ich die Säfte der Streuobstinitiative kaufen?

In vielen Getränkehandlungen und zum Teil im Einzelhandel der Region. Ein aktuelles Verkaufstellenverzeichnis finden Sie unter Verkaufsstellen. Führt Ihr Getränkehändler unsere Säfte nicht, sprechen Sie ihn doch einfach darauf an.

Liefern Sie auch außerhalb „Ihrer“ Region?

Grundsätzlich beschränken wir uns auf unsere Region. Eine Lieferung nach außerhalb ist mengenabhängig und muss daher im Einzelfall kalkuliert werden.
Gegebenenfalls empfehlen wir Ihnen auch eine näher an Ihrem Lieferort tätige Streuobstinitiative.

Werden die Säfte tatsächlich nur aus Obst der Region hergestellt?

Ja, die Initiative verarbeitet nur Obst von Vertragsgrundstücken. Von den über 1.000 Vertragsgrundstücken liegen lediglich 4 außerhalb von Stadt- und Landkreis Karlsruhe, jedoch auch in räumlicher Nähe. Die Ertragsmenge aller Vertragsgrundstücke wird in einem immensen ehrenamtlichen Einsatz jährlich vor Ort geschätzt. Die Schätzmenge ist gleichzeitig Grundlage für die vertragliche Preisgarantie. Sollte eine Übermenge geliefert werden, wird diese nur zum normalen Marktpreis angenommen und an die Kelterei weitergegeben. Dadurch wird der Anreiz, Fremdobst von nicht vertraglich verpflichteten Grundstücken zu liefern, verhindert.

Was unterscheidet die Säfte der Streuobstinitiative von anderen Säften?

Das vertragsgemäß erzeugte Obst wird von den Mitarbeitern der Initiative persönlich angenommen. Bei der Annahme wird streng auf Reifegrad und Gesundheit der Früchte geachtet. Faule Früchte werden ausgelesen bzw. bei größerer Menge insgesamt zurückgewiesen. Ebenso wird unreifes Obst nicht angenommen. Das Obst wird innerhalb von 48 Stunden schonend verarbeitet. Die Säfte werden entweder naturtrüb oder nach Klärung (Äpfele klar, Birnle) als Direktsäfte ohne Zusätze abgefüllt. Dadurch kann der hohe Qualitätsstandard erreicht werden.

Wie erfolgt die Belieferung?

Es gibt die palettenweise Lieferung über die Kelterei Zumbach und die Auslieferung über den Getränke-Fachgroßhandel Fritz Bierhalter GmbH aus Karlsruhe. Die Konditionen können Sie in der Geschäftsstelle erfragen.